Unsere Reise begann an einem sonnigen Dienstagvormittag im wunderschönen Eichsfeld, auch genannt „das grüne Herz Deutschlands“. Mit viel Vorbereitungszeit, Planung der Route und dem Packen von Skadi, unserem selbst ausgebauten Camper, konnte unsere langersehnte Norwegenreise endlich starten.
Letzte Nacht in Deutschland – Start ins Skandinavien-Abenteuer
Die letzte Nacht vor der bedeutenden Überfahrt haben wir in Scharbeutz verbracht. Über VanSite fanden wir einen gemütlichen Stellplatz – ruhig gelegen, perfekt für eine entspannte Nacht vor dem Fährstart.
Am nächsten Morgen ging es dann nach Travemünde. Dort wartete schon unsere Fähre nach Trelleborg in Schweden. Sieben Stunden Überfahrt lagen vor uns – genug Zeit, um den ersten Hauch von Skandinavien zu genießen. Das Ticket kostete rund 200€ und das Beste: Essen war bereits inklusive, so konnten wir es uns an Bord schmecken lassen, während die Ostsee unter uns glitzerte.
Ein sanftes Schaukeln, ein Blick auf den Horizont – und das Abenteuer begann.
Für uns war klar: Schon die Überfahrt war ein Teil des Abenteuers, nicht nur der Weg zum Ziel.
Tipp: Wer wie wir am nächsten Morgen früh zur Fähre muss, spart sich mit einem Stellplatz in Scharbeutz oder Umgebung viel Stress. Von hier aus ist es nur eine halbe Stunde bis zum Fährterminal in Travemünde.


Erster Abend in Schweden – Stellplatz am Windpark Falkenberg
Nach der Ankunft in Trelleborg ging es für uns direkt Richtung Norden – Ziel: Falkenberg. Dort, mitten zwischen Feldern und unter den langsam drehenden Flügeln eines Windparks, fanden wir unseren ersten Stellplatz in Schweden.
Wir standen autark mit Skadi – unserem treuen Camper – und hatten nichts als Natur um uns herum. Keine Straßenlaternen, kein Verkehr, nur das leise Surren der Windräder und die klare schwedische Abendluft.
Als die Sonne tiefer sank, färbte sich der Himmel in warmen Orangetönen. Wir saßen vor dem Van, jeder von uns hatte ein kleines Getränk in der Hand, und wir beobachteten, wie der Tag leise in die Nacht glitt. Dieser erste Sonnenuntergang in Schweden fühlte sich an wie ein Versprechen für all die Abenteuer, die noch kommen würden.
Tipp: Der Windpark in Falkenberg bietet großzügige, ruhige Stellflächen – perfekt für all jene, die autark reisen und einmal komplett abschalten wollen.


Zwischenstopp in Munkedal – auf dem Weg nach Norwegen
Am nächsten Tag ließen wir es gemütlich angehen. Wir fuhren nicht direkt weiter, sondern nahmen uns Zeit, die schwedische Landschaft zu erkunden. Endlose Wälder, glitzernde Seen und diese typisch roten Holzhäuser begleiteten uns auf der Strecke – genau so, wie man sich Schweden vorstellt.
Unser Ziel für den Abend: Munkedal. Der kleine Ort liegt eingebettet zwischen grünen Hügeln und wirkt wie aus einem Bilderbuch. Wir fanden einen Stellplatz in der Nähe, der uns die Ruhe gab, um noch einmal tief durchzuatmen, bevor es am nächsten Tag weiter nach Norwegen gehen sollte.
Tipp: Munkedal eignet sich perfekt als Zwischenstopp für die Route von Südschweden nach Norwegen – entspannt erreichbar und umgeben von herrlicher Natur.
Angekommen in Norwegen – erster Stopp am See
Von Schweden aus ging es für uns weiter nach Norwegen. Unser erster Halt: Gran. Über VanSite hatten wir ganz in der Nähe von Gran einen traumhaften Stellplatz gefunden – mitten in der Natur. Von dort aus nutzten wir das schöne Wetter und sind mit Skadi an einen nah gelegenen See gefahren. Bei dem herrlichen Wetter konnten wir gar nicht widerstehen – also rein ins erfrischende Wasser!
Tipp: In Norwegen gibt es viele Stellplätze in Seenähe – gerade im Sommer ist das perfekt, um Natur und Erfrischung zu verbinden.


Nächster Halt Trondheim – nur für eine Übernachtung, aber ein toller Stellplatz!
Unsere Reise führte uns dieses Mal nach Trondheim, eine der schönsten Städte Norwegens. Obwohl wir nur eine Nacht bleiben konnten, wollten wir dennoch einen guten Stellplatz finden – und dank Park4Night sind wir fündig geworden!
Stellplatz Estenstadvegen – eine echte Empfehlung! Der Stellplatz liegt etwas außerhalb, aber gerade das macht ihn so besonders: ruhig, naturnah und trotzdem gut erreichbar. Umgeben von viel Grün fühlt man sich fast wie mitten in der Natur, aber die Stadt ist nur eine kurze Fahrt entfernt. Auf unserer Rücktour halten wir definitiv noch einmal an, um uns die Stadt etwas genauer anzuschauen.
Tipps: Parkplatz ist ein guter Ausgangspunkt für diverse Wanderungen, viel Platz für Camper und ruhige Lage trotz Nähe zur Stadt. Unter anderem empfohlen wird die App „TooGoodToGo“, welche es uns ermöglicht, zwischendurch Mahlzeiten für wenig Geld zu bekommen, welche ansonsten im Müll landen würden.


Nächster Halt Rognan – nur für eine Übernachtung, denn die Mitternachtssonne wartet!
Unsere Reise führte uns weiter nach Rognan, einem kleinen charmanten Ort im Norden Norwegens. Hier machten wir nur einen kurzen Stopp – eine Übernachtung reicht aus, denn draußen wartet ein echtes Naturspektakel auf uns: die Mitternachtssonne!
Rognan ist perfekt gelegen, um die magischen Stunden zu erleben, wenn die Sonne niemals untergeht und der Himmel auch nachts in warmen Farben leuchtet. Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst!
Da am nächsten Tag eine Fähre auf uns wartet, ist der Aufenthalt bewusst kurz. Trotzdem genießen wir die Ruhe und die atemberaubende Natur rund um den Ort. Der Stellplatz ist unkompliziert zu finden und bietet uns genau das, was wir brauchen: einen bequemen Platz zum Ausruhen und Auftanken, bevor es weitergeht.
Tipp: Für alle, die wie wir nur kurz verweilen, aber trotzdem eine entspannte Nacht verbringen wollen, ist Rognan der ideale Zwischenstopp! Stellplatz gefunden über Park4Night (Stellplatz Regimentgata).

Fähre Bognes – Skarberget: Kosten, Dauer und wichtige Infos
Wenn ihr auf eurer Norwegen-Reise entlang der E6 unterwegs seid, so wie wir, gehört die Fährüberfahrt von Bognes nach Skarberget oft zum Pflichtprogramm. Diese Verbindung spart eine lange Fahrt um den Fjord herum und ist eine entspannte Möglichkeit, schnell ans andere Ufer zu kommen.
Für uns war die Überfahrt von Bognes nach Skarberget eine entspannte Pause mit fantastischem Blick auf den Fjord – und ein Muss für alle, die den Norden Norwegens erleben wollen.
Tipps:
– Frühzeitiges Ankommen sichert einen Platz, vor allem mit Wohnmobil.
– Informiert euch vorab über aktuelle Fahrpläne, besonders im Winter oder bei Schlechtwetter.
– Die Fähre akzeptiert bargeldlose Zahlung, Kreditkarte oder MobilePay.
– In der Hochsaison kann die Wartezeit länger sein – rechtzeitiges Kommen lohnt sich.
– Kosten Wohnmobil oder Camper (über 6m Länge) ca. 35€, PKW ca. 20€
– Schiffe fahren regelmäßig, oft im 1-Stunden-Takt
– Fährüberfahrt 30–40 Minuten, je nach Wetter und Jahreszeit


Gleicher Tag: Ankunft in Skarberget, Weiterfahrt zum Stetind-Berg und ruhige Übernachtung vor Ort.
Am selben Tag, an dem wir mit der Fähre von Bognes in Skarberget angekommen sind, ging unsere Reise direkt weiter zum beeindruckenden Stetind-Berg – einem der markantesten und berühmtesten Berge Norwegens. Bekannt als der „Nationalberg Norwegens“, ragt Stetind mit seiner einzigartigen, fast pyramidenförmigen Gestalt majestätisch über den Fjord hinaus und zieht Bergsteiger und Fotografen aus aller Welt an.
Mit 1.392 Metern Höhe ist Stetind zwar nicht der höchste Berg, aber seine glatten Granitwände und die charakteristische Form machen ihn zu einem echten Naturwunder. Besonders spektakulär wirkt der Berg bei Sonnenauf- und -untergang, wenn das Licht die Felsen in warmen Farben erstrahlen lässt – perfekte Bedingungen für großartige Fotos.
Am Fuße des Stetind haben wir einige Zeit verbracht, um die Landschaft zu genießen und den Berg aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren. Die ruhige, klare Luft und die friedliche Umgebung machen den Ort zu einem perfekten Spot für Natur- und Outdoor-Fans.
Zum Übernachten fanden wir einen ruhigen Stellplatz, der zwar straßennah, aber trotzdem angenehm ruhig lag. Ideal, um nach einem aktiven Tag in der Natur zu entspannen und Energie für die Weiterreise zu tanken.
Dieser Stopp hat uns gezeigt, dass man auch an vielbefahrenen Orten mit etwas Glück eine entspannte und naturnahe Übernachtung finden kann – perfekt, wenn man flexibel unterwegs ist und die Highlights der Region entdecken möchte.


2500km und 7 Übernachtungen später sind wir auf Senja, einer wunderschön gelegenen Insel im Norden Norwegens, angekommen.
Nächster Halt Fjordgård – Wanderung zum Hesten nach langer Zeit
Nach einer längeren Wanderpause stand für uns endlich wieder eine Tour an: Unser nächster Halt war Fjordgård, von wo aus wir zum ersten Mal seit langer Zeit den Berg Hesten erklommen haben.
Die Wanderung war für uns tatsächlich ziemlich anstrengend – der Schweinehund meldete sich ziemlich oft! Trotzdem würden wir die Strecke als leichte bis mittelschwere Wanderung einstufen, perfekt also für alle, die wie wir schon lange nicht mehr aktiv gewandert sind und sich langsam wieder herantasten wollen.
Der Aufstieg wurde mit einer fantastischen Aussicht belohnt: Oben erwartete uns ein atemberaubender Blick auf den Segla und die umliegenden Berge und Fjorde. Das Highlight war definitiv der wunderschöne Sonnenuntergang, der den Himmel in warme Farben tauchte und den ganzen Tag perfekt abrundete.
Übernachtet haben wir ganz praktisch direkt auf dem Wanderparkplatz in Fjordgård. Der Platz liegt ruhig und bietet saubere, öffentliche Toiletten – für uns ein echtes Plus nach der Wanderung.
Alles in allem war es ein schöner Neustart für unsere Wanderschuhe und ein Moment, der Lust auf mehr macht!


Weiterfahrt nach Tungeneset – autarkes Stehen in der Natur und eine entspannte Pause
Nach den letzten erlebnisreichen Tagen ging es für uns weiter nach Tungeneset, wo wir uns eine kleine Auszeit gönnten. Hier haben wir einen Tag lang autark inmitten der Natur gestanden – ganz ohne Campingplatz, einfach frei und direkt am Wasser.
Der perfekte Ort, um einmal durchzuatmen und die Ruhe zu genießen. Kein Termindruck, keine Sehenswürdigkeiten auf der To-do-Liste, sondern einfach die Natur erleben und den Moment auskosten.
Neben dem Entspannen stand auch ein bisschen Pflege für unsere Skadi auf dem Programm. Nach der letzten Fahrt hatte unser Van ordentlich Dreck abbekommen – Zeit für eine gründliche Reinigung und ein bisschen Ordnung im Van. So fühlen wir uns für die nächsten Abenteuer wieder rundum wohl und bestens vorbereitet.
Dieser Tag Pause in Tungeneset hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auch mal langsamer zu machen und bewusst die Natur zu genießen – bevor es dann frisch gestärkt zu neuen Sehenswürdigkeiten weitergeht!
Noch eine Nacht in Tungeneset – weil es uns einfach so gut gefallen hat.
Weil es uns in Tungeneset so unglaublich gut gefallen hat, haben wir spontan entschieden, noch eine Nacht länger zu bleiben. Und das hat sich mehr als gelohnt!
Wir haben einen großartigen Spot entdeckt, den wir unbedingt zum Sonnenuntergang fotografieren wollten. Der Ort bot eine perfekte Kulisse – das Licht, die Ruhe und die beeindruckende Landschaft rund um uns machten den Moment einfach magisch.
Diese zusätzliche Nacht gab uns nicht nur die Möglichkeit, diese wunderschönen Aufnahmen zu machen, sondern auch noch einmal tief in die Natur einzutauchen und den Stress der letzten Tage hinter uns zu lassen.
Manchmal ist es genau diese spontane Entscheidung, die eine Reise besonders macht. Tungeneset hat uns genau das gezeigt: mehr Zeit, mehr Ruhe, mehr magische Momente.


Skaland – Campingplatz mit Waschmaschine & Wanderung zum Husfjellet
Nach einigen Tagen unterwegs wurde es Zeit, mal wieder die Wäsche zu machen. Unser nächster Halt war Skaland, wo wir auf einem Campingplatz übernachteten, der zum Glück Waschmaschine und Trockner im Angebot hatte – echt praktisch, denn auch unterwegs muss man ab und zu mal für frische Klamotten sorgen!
Neben dem Wäschewaschen stand für uns die Wanderung vom Skaland zum Husfjellet auf dem Programm. Die Aussicht auf die Tour war großartig, und wir waren voller Vorfreude. Leider mussten wir nach etwa einem Drittel der Strecke eine Pause einlegen, da gesundheitliche Probleme auftraten. Schnell wurde uns klar: Wir schaffen die Wanderung heute nicht komplett – und so sehr wir es uns auch anders gewünscht hätten, die Gesundheit geht nun mal vor.
Natürlich waren wir ein bisschen traurig, die Wanderung nicht zu Ende bringen zu können. Doch zum Glück konnten wir mit unserer Drohne trotzdem ein paar beeindruckende Aufnahmen von der großartigen Landschaft machen. Die Weite, die Farben und die Aussicht vom Himmel aus haben uns zumindest ein kleines Stück vom Wandererlebnis geschenkt.
So wurde unser Aufenthalt in Skaland trotz der Umstände zu einer Mischung aus Erholung, kleinen Rückschlägen – und schönen Momenten in der Natur.


Nächster Halt Husøy – trotz gesundheitlicher Probleme die Schönheit genießen
Die gesundheitlichen Probleme hielten sich zwar noch ein wenig, aber unsere Vorfreude war groß, als wir in Husøy einen wirklich großartigen Stellplatz mit einer wunderschönen Aussicht ergattern konnten. Der Ausblick auf das kleine Insel-Dörfchen war einfach traumhaft und hat uns sofort den Alltag vergessen lassen.
Am Nachmittag machten wir uns auf, um das charmante Dörfchen zu erkunden. Auf dem Weg gönnten wir uns noch einen kleinen Muffin – die perfekte Stärkung für den bevorstehenden Aussichtspunkt. Husøy verzauberte uns mit seinen niedlichen, bunten Häuschen und dem ruhigen Inselleben.
Die Tour vom Stellplatz hin und zurück dauerte insgesamt etwa zwei Stunden – genau das richtige Maß für ein erstes kleines Training, bevor wir wieder richtig mit den Wanderungen starten wollen.
Auch wenn die Gesundheit noch nicht ganz mitspielt, genießen wir jeden Moment draußen und sind dankbar für solche schönen Plätze, die uns Kraft und Motivation schenken.


Weiterfahrt in die nächste Region Norwegens – mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes
Unsere Reise geht weiter – dieses Mal nehmen wir die Fähre von Gryllefjord nach Andenes, um die nächste Region Norwegens zu erkunden. Die Überfahrt ist nicht nur eine praktische Verbindung, sondern auch ein echtes Erlebnis mit fantastischen Ausblicken auf die umliegende Landschaft.
Fahrzeit: Die Fähre benötigt etwa 1 Stunde, um die Strecke zu überqueren.
Kosten: Für PKW liegt der Preis ungefähr bei 400 NOK (~40 Euro), für Fußgänger deutlich günstiger. Preise können je nach Saison und Fahrzeuggröße variieren.
Tipp: Kommt rechtzeitig zum Fähranleger, denn besonders in der Hauptsaison sind die Fähren oft gut gebucht. Frühzeitiges Erscheinen sichert euch einen Platz und erspart Stress.


Seid gespannt auf das nächste Abenteuer in Norwegen – neue Landschaften, neue Eindrücke und sicherlich wieder viele Highlights warten auf uns! Verpasst nicht den kommenden Blogbeitrag, in dem wir mehr von unserer Tour und den Erlebnissen unserer Norwegentour berichten.
Instagram:@skadi.ontour
